AOL bietet seinen Kunden insgesamt drei verschiedene VoiP – Möglichkeiten: eine Telefonflatrate, mit der Sie rund um die Uhr telefonieren können, einen Tarif für kostenfreie Gespräche am Wochenende sowie ein Basisangebot namens AOL Phone Fun. Um mit AOL übers Internet zu telefonieren, müssen Sie keinen AOL-Internetanschluss besitzen, auch der Computer kann ausgeschaltet bleiben. Und das sind nicht die einzigen Vorteile von VoIP mit AOL.
Ein paar Worte zu AOL „AOL“ stand einst für America Online, heute heißt das Unternehmen offiziell AOL LLC; der deutsche Ableger AOL Deutschland wurde 1995 gegründet und hat nach eigenen Angaben des Unternehmens heute ca. 2,6 Millionen Kunden in Deutschland. Im Jahr 2005 etablierte AOL seine Internet-Phoneangebote und bezeichnet sich deshalb selbst als ersten Anbieter eines „hochqualitativen und unkomplizierten VoIP-Produkts für den Massenmarkt in Deutschland“.
Die Möglichkeiten von VoIP mit AOL Beim Voice over IP mit AOL können Sie wie gewohnt mithilfe Ihres bisher genutzten Telefons telefonieren. Funktionen wie die Anzeige der Rufnummer eines Anrufers oder das Anklopfen gehören zu den VoIP-Standardpaketen: Durch die Funktion „Anklopfen“ können Sie während des Telefonierens hören, wenn eine weitere Person versucht, Sie anzurufen. Gleichzeitiges Telefonieren und Surfen im Internet ist ebenso möglich wie eine Telefon-Dreierkonferenz. Zusätzlich erhalten Sie eine so genannte AOL Phone® Mailbox, die als Anrufbeantworter fungiert und Sie bei eingegangenen Anrufen benachrichtigt. Auf Wunsch können Sie zusätzlich einen Rechnungshöchstbetrag bestimmen, um volle Kontrolle über Ihre Kosten zu erhalten. Zwei Kunden, die jeweils AOL-VoIP nutzen, können in jedem Fall kostenlos miteinander telefonieren.
Technische Voraussetzungen Sie benötigen für das AOL-VoIP einen DSL-Internetanschluss, damit eine ausreichend große Datenmenge über das Internet transportiert werden kann. Nur eine DSL-Verbindung kann eine gute Qualität der Sprache bei den Anrufen gewährleisten. Voraussetzung ist daher entweder ein AOL- oder ein T-DSL-Anschluss sowie ein Telefonanschluss bei der T-Com. Ein neues Telefon brauchen Sie allerdings wie gesagt nicht: Ihr vorhandenes Gerät wird einfach an das DSL-Modem, einen Router (verbindet beispielsweise mehrere Computer mit dem Netz), eine FRITZ!Box oder die so genannte AOL Phone Box angeschlossen. Diese Hardware wiederum ist über den DSL-Splitter mit dem Internet verbunden. Falls Sie das kostenlose Programm AOL Softphone nutzen, können Sie auf ein angeschlossenes Telefon völlig verzichten. Allerdings funktioniert das Telefonieren dann nur bei laufendem Computer, etwa mithilfe eines Headsets, eines Kopfhörers mit integriertem Mikrofon.
Tarife
Eine Telefonflatrate für VoIP kostet bei AOL zurzeit 9,99€ Grundgebühr im Monat. Dafür sind dann alle Gespräche ins deutsche Festnetz frei. Telefonate, die Sie mit der AOL-VoiP-Flatrate in Mobilfunknetze führen, kosten 20 Cent pro Minute, ins Ausland telefonieren können Sie ab 4,5 Cent.
Den Free-Weekend-Tarif mit kostenlosen Gesprächen ins deutsche Festnetz an Wochenenden gibt es für eine Grundgebühr von 4,99€. 1,5 Cent pro Minute bezahlt man an den Wochentagen für Gespräche ins Festnetz Deutschlands: Sonderrufnummern sind dabei natürlich ausgenommen und teurer, beispielsweise die Nummer der Telefonauskunft. Der Preis gilt allerdings unabhängig von der Uhrzeit, an der Sie telefonieren. Die Gespräche ins Handynetz und ins Ausland haben die gleichen Preise wie bei der Flatrate.
Ohne Grundgebühr gibt es den AOL Phone Fun Tarif. Dafür sind die Preise für Gespräche ins Mobilfunknetz mit 22,9 Cent pro Minute etwas teurer. Die anderen Preise (Auslandsgespräche, Gespräche ins Festnetz) entsprechen denen des Free-Weekend-Tarifs ohne Kostenfreiheit für Telefonate am Wochenende. Außerdem fällt ein Mindestumsatz von 1,99€ im Monat an. Die AOL-Verträge gelten jeweils für 12 Monate bei der Flatrate und dem Free-Weekend-Tarif. Für AOL Phone Fun gibt es keine Mindestlaufzeit des Vertrags